Das altehrwürdige Kloster Alpirsbach, eingebettet zwischen den grünen Höhen und Wäldern des Schwarzwalds, birgt jede Menge faszinierende Geschichten. Eine davon ist die von Johann Gottfried Glauner: Er traf im Jahr 1877 die weitsichtige Entscheidung, die stillgelegte Brauerei des Ortes, angesichts der entstehenden Eisenbahnlinie und der steigenden Zahl an Kurgästen, wieder in Betrieb zu nehmen.
Carl Albert Glauner, der Vater des heutigen Eigentümers der Klosterbrauerei, engagierte sich nicht nur auf dem Gebiet des Bierbrauens, sondern auch im Bereich der Kultur und des Umweltschutzes. Mit der Einweihung der Alpirsbacher Galerie wurde sein Anliegen, sich auch im Bereich der bildenden Kunst zu betätigen, institutionalisiert.
Er sagte: "Wir Unternehmer müssen lernen, nicht die Gewinnmaximierung allein als Richtschnur unseres Handelns zu sehen. Wir haben die Verpflichtung, aktiv unsere Umwelt zu gestalten und unser Augenmerk auch auf die Zeit zu richten, die Menschen nicht am Arbeitsplatz zubringen. Wir sollten nicht alles anderen Stellen und Institutionen aufbürden, wir sollten uns selbst überlegen, wie wir zur Lösung von Problemen beitragen können. So kamen wir auf die Idee, die Alpirsbacher Galerie ins Leben zu rufen."
Allzu früh verstarb Carl Albert Glauner im Januar 1985, noch zwei Monate vor dem Tod seines Vaters.
Progressiver Pionier mit Rundumblick und großem Ideen-Reichtum
Carl Wilfried Glauner, sein Sohn, übernahm die Brauerei und führt sie im Sinne seines Vaters weiter. Unter seiner Regie wurde auch die Alpirsbacher Brauwelt ins Leben gerufen. Die Familienbrauerei Glauner pflegt ihre Braukunst nun bereits in der fünften Generation.