Brauwasser aus dem Schwarzwald

Mit dem berühmten Brauwasser aus dem Schwarzwald. Bier ist ein Lebensmittel, das ausschließlich aus natürlichen Rohstoffen hergestellt wird. Für unsere Biere verwenden wir Brauwasser aus eigenen Quellen im Schwarzwald. Besonders das Wasser spielt beim Bier eine große Rolle, schließlich besteht Bier zu rund 90 Prozent aus Wasser. In Alpirsbach verfügen wir über eine eigene Quelle, auf die wir besonders stolz sind.

"Mit dem berühmten Brauwasser aus dem Schwarzwald"

Aus eigenen Quellen im Schwarzwald.

Der Schwarzwald – unsere Heimat

Der Nordschwarzwald mit seinen dichten Tannenwäldern wirkt ruhig und idyllisch. Kaum ein anderes Gebiet lädt so sehr zum Träumen und Wandern ein wie der Schwarzwald. Seine Landschaft bietet mit flussreichen Tälern, Hochmooren, Seen und dichten Wäldern eine beeindruckende Vielfalt und lädt zum Entdecken ein. Als Brauerei mitten im Schwarzwald sind wir stolz auf diese besondere Region. Unsere Biere werden aus Wasser, Malz, Hopfen und Hefe gebraut. Das wird heute oft vergessen, da Bier vielfach mit industrieller Herstellung verbunden wird. Doch der Brauer ist in besonderem Maße auf die Natur angewiesen: Sie schenkt ihm Wasser, Malz, Hopfen und Hefe – die Rohstoffe, aus denen gutes Bier entsteht.

Unsere Quelle im Naturschutzgebiet

Unsere eigene Quelle liegt im Naturschutzgebiet Glaswiesen und Glaswald. Von dort gelangt das Wasser direkt zu uns nach Alpirsbach und bildet eine wichtige Grundlage für unsere Biere. Das Quellwasser ist von äußeren Einflüssen gut geschützt und zeichnet sich durch seine besondere Weichheit aus. Gerade für helle Biere ist dieses weiche Wasser hervorragend geeignet. Das weiche Quellwasser bietet gute Voraussetzungen für das Brauen heller Biere. Wir schätzen uns glücklich, an einem Standort brauen zu dürfen, der uns einen so wertvollen Zugang zu einwandfreien natürlichen Rohstoffen ermöglicht. Deshalb setzen wir uns aktiv für Ökologie, Nachhaltigkeit und den Schutz unserer Umgebung ein.

Glaswiesen & Glaswald Das Naturschutzgebiet Glaswiesen und Glaswald liegt rund zwei Kilometer nordwestlich von Alpirsbach im Landkreis Freudenstadt. Es befindet sich in einem kleinen Seitental der Kinzig, im Bereich der Quellen des Alpirsbächles. Im Jahr 1989 wurde das Gebiet vom Regierungspräsidium Karlsruhe als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Bereits 1958 hatte es den Status eines Landschaftsschutzgebietes erhalten. Das Gebiet erstreckt sich über eine Fläche von 57 Hektar und liegt in einem Höhenbereich zwischen 480 und 590 Metern. Die sieben Hektar großen Talwiesen werden von rund 50 Hektar Wald umsäumt.

Naturraum und Geologie Das Naturschutzgebiet Glaswiesen und Glaswald befindet sich im Übergangsbereich der Naturräume Nördlicher Schwarzwald und Mittlerer Schwarzwald. Geologisch ist das Schutzgebiet bereits dem Mittleren Schwarzwald zuzuordnen. Das Grundgebirge des Schwarzwaldes besteht aus Gneis und Granit. Darüber liegen Gesteinsschichten des Buntsandsteins. Das Alpirsbächle hat sich im Laufe der Jahrtausende tief in das Grundgebirge eingeschnitten. Zwischen Grundgebirge und Buntsandstein treten zahlreiche Quellen aus. Sie speisen vor allem das bei Biertrinkern bekannte Alpirsbächle. Einige stärker schüttende Quellen sind gefasst und stellen wertvolle Wasserressourcen dar. Der Wasserreichtum ist maßgeblich für die ökologische Vielfalt des Gebietes. Feuchte Talwiesen, Quellfluren, Wälder und Saumbereiche bilden ein eng verzahntes Mosaik verschiedener Lebensräume.

Siedlungs- und Landschaftsgeschichte

Die Geschichte der Stadt Alpirsbach begann mit der Klostergründung im Jahr 1095. Im Schutz des Klosters entwickelte sich im Laufe der Zeit ein kleines Dorf mit vorwiegend handwerklichem Gewerbe. Der Name des Naturschutzgebietes Glaswiesen und Glaswald leitet sich wahrscheinlich von einer Glashütte ab, die vermutlich im Talschluss bei der Karlsquelle stand. Schriftliche Zeugnisse gibt es zwar nicht, doch Rohglasfunde im Gebiet weisen auf ihre frühere Existenz hin. Nach Aufgabe der landwirtschaftlichen Nutzung wurde das Gebiet im Jahr 1958 unter Landschaftsschutz gestellt. So konnte der zunehmende Tourismus in naturverträgliche Bahnen gelenkt werden. Floristische und faunistische Untersuchungen belegten später die Hochwertigkeit des Gebietes. Diese führten 1989 zur Verordnung des Naturschutzgebietes Glaswiesen und Glaswald. Die Alpirsbacher Klosterbräu war als Eigentümerin der Flächen von der Notwendigkeit eines dauerhaften Schutzes dieses ökologisch bedeutsamen Areals überzeugt und unterstützte die Schutzgebietsausweisung maßgeblich.

Pflanzen und Tiere

Im Naturschutzgebiet sind drei wesentliche Vegetationsformen zu unterscheiden: trockene bis nasse Wiesen, unterschiedlich zusammengesetzte Saumbereiche sowie verschieden bewirtschaftete Wälder.

Diese Lebensräume sind von vielen, zum Teil gefährdeten Tier- und Pflanzenarten besiedelt. Die Talaue und die Biotope im Umfeld von Quellaustritten werden stark durch Wasser geprägt. Feuchtigkeitsliebende Pflanzen und Tiere profitieren von den unbelasteten Quellrinnen und Sickerwässern.

Magere Heidewiesen

Magere, nährstoffarme Heidewiesen sind im Bereich des Grillplatzes und entlang des Unteren Moosweges vorhanden. Dort kommen verschiedene Pflanzenarten wie Hain-Augentrost, Quendel-Kreuzblümchen und Dreizahn vor. Schon geringe Störungen können diese Lebensgemeinschaften stark gefährden.

Feucht- und Nasswiesen

Feucht- und Nasswiesen, Bachstaudenfluren, Moorwiesen und Großseggenriede bilden das ökologische Rückgrat des Naturschutzgebietes. In diesen Feuchtbiotopen wachsen viele seltene oder gefährdete Pflanzenarten.

Auch zahlreiche Tiere wie Heuschrecken, verschiedene Tagfalter, Libellen, Amphibien und Reptilien sind hier beheimatet.

Quellfluren

Quellfluren beschränken sich auf das Umfeld von Quellaustritten sowie auf flächig durchsickerte Hangbereiche. Die beschatteten Quellfluren sind Lebensräume zahlreicher Tierarten, die kühles und sauberes Quellwasser zum Überleben benötigen.

Wälder, Säume und besondere Lebensräume

Säume

Säume wachsen in den Übergangsbereichen zwischen Wiese und Wald. Sie bestehen aus Hochstauden- und Strauchgesellschaften und bieten vielen Insekten, Vögeln, Faltern und Kleinsäugern wertvolle Lebensbedingungen.

Wälder

Die Wälder im Naturschutzgebiet sind Lebensräume für eine große Anzahl von Tieren. Die Vogelwelt bildet dabei einen wichtigen Bestandteil. Gleichzeitig sind die Wälder Rückzugsräume für Arten, die in den Feuchtwiesen leben.

Im Bereich der Quellaustritte und Rinnsale hat sich ein Mosaik aus Kleinbiotopen entwickelt. Dort kommen spezialisierte Insekten, Libellen, Laufkäfer und Schmetterlingsarten vor, von denen einige stark gefährdet sind.

Vegetationsarme Böden

Vegetationsfreie und vegetationsarme Böden spielen für die Entwicklung verschiedener Insekten eine wichtige Rolle. Ameisenlöwen, Sandlaufkäfer und Wildbienen sind auf solche offenen Strukturen angewiesen.

Stollen und Gruben

Im Randbereich des Naturschutzgebietes werden Stollen und Gruben von Fledermäusen als Quartier genutzt. Alle Fledermausarten benötigen insektenreiche Biotope zum Überleben und sind daher auf intakte Lebensräume angewiesen.

Landschaftspflege und Schutz

Die enge Verzahnung der vielfältigen Biotope und ihr außergewöhnlicher Reichtum an gefährdeten Pflanzen- und Tierarten begründen den Wert des Naturschutzgebietes.

Damit diese Lebensräume erhalten, gefördert und verbessert werden können, sind verschiedene Pflegemaßnahmen notwendig.

  • Ein konstanter Wasserhaushalt bei gleichbleibender Wasserqualität soll erhalten bleiben.
  • Freiflächen in der Talaue sollen bewahrt werden.
  • Biotope im Wald und in Waldrandbereichen sollen gefördert werden.
  • Saumbiotope sollen erhalten und entwickelt werden.
  • Eine Zunahme von Freizeitaktivitäten soll vermieden werden.

Hinweise für Besucher

Alle Besucherinnen und Besucher des Naturschutzgebietes können durch umsichtiges Verhalten dazu beitragen, dass dieses geschützte Gebiet in gutem Zustand erhalten bleibt.

Bitte beachten Sie daher folgende Hinweise:

  • Verursachen Sie keine Veränderung des Wasserhaushaltes.
  • Pflücken oder beschädigen Sie keine Pflanzen.
  • Beunruhigen oder fangen Sie keine Tiere.
  • Werfen Sie keine Abfälle oder sonstigen Gegenstände weg.
  • Zelten oder lagern Sie nicht im Schutzgebiet.
  • Verursachen Sie keinen unnötigen Lärm.
  • Lassen Sie Hunde nicht frei laufen.
  • Verlassen Sie die Wege nicht.

Entdecken Sie den Schwarzwald

Kommen Sie doch einmal vorbei und überzeugen Sie sich selbst von dieser einzigartigen Naturlandschaft. Der Schwarzwald bietet für jeden etwas und lädt dazu ein, inmitten der Idylle eine Auszeit zu nehmen.

Und vielleicht schauen Sie anschließend auch bei uns in Alpirsbach vorbei und probieren unser feines Bier – mit unserem Brauwasser aus dem Schwarzwald