Unsere Geschichte

Tradition seit 1877

Das altehrwürdige Kloster Alpirsbach, eingebettet zwischen den grünen Höhen und Wäldern des Schwarzwalds, birgt jede Menge faszinierende Geschichten. Eine davon ist die von Johann Gottfried Glauner: Er traf im Jahr 1877 die weitsichtige Entscheidung, die stillgelegte Brauerei des Ortes, angesichts der entstehenden Eisenbahnlinie und der steigenden Zahl an Kurgästen, wieder in Betrieb zu nehmen.

Ein Braumeister muss her

Carl Albert Glauner schreitet zur Tat

Doch woher soll der Braumeister kommen? Ganz einfach, denkt sich Johann Gottfried Glauner und schickt seinen Sohn Carl Albert nach Weihenstephan in Oberbayern, um ihn zum Braumeister ausbilden zu lassen. 

1880 kehrt Carl mit der puren Energie seiner Jugendjahre nach Alpirsbach zurück, um hier "das beste Bier weit und breit" zu brauen. Mit Handwerkskunst und beharrlicher Arbeit setzt er sich im Laufe der Zeit gegen immerhin 8 Kleinbrauereien in Alpirsbach und gar 27 in Freudenstadt durch. 

Sein dunkles Lagerbier wurde immer beliebter, sodass Carl Albert Glauner sehr bald und immer wieder erweitern musste. 1893 setzte er eine 80-PS-Dampfmaschine und Generatoren ein. Eine Eismaschine mit 15.000 Kal wurde 1895 installiert. 1925 leistete die neue Dampfmaschine 220 PS, die Eismaschine erbrachte 120.000 Kal. 

Braukunst in fünfter Generation

Carl Albert Glauner, der Vater des heutigen Eigentümers der Klosterbrauerei, engagierte sich nicht nur auf dem Gebiet des Bierbrauens, sondern auch im Bereich der Kultur und des Umweltschutzes. Mit der Einweihung der Alpirsbacher Galerie wurde sein Anliegen, sich auch im Bereich der bildenden Kunst zu betätigen, institutionalisiert. 

Er sagte: "Wir Unternehmer müssen lernen, nicht die Gewinnmaximierung allein als Richtschnur unseres Handelns zu sehen. Wir haben die Verpflichtung, aktiv unsere Umwelt zu gestalten und unser Augenmerk auch auf die Zeit zu richten, die Menschen nicht am Arbeitsplatz zubringen. Wir sollten nicht alles anderen Stellen und Institutionen aufbürden, wir sollten uns selbst überlegen, wie wir zur Lösung von Problemen beitragen können. So kamen wir auf die Idee, die Alpirsbacher Galerie ins Leben zu rufen.

Allzu früh verstarb Carl Albert Glauner im Januar 1985, noch zwei Monate vor dem Tod seines Vaters.

Progressiver Pionier mit Rundumblick und großem Ideen-Reichtum 

Carl Wilfried Glauner, sein Sohn, übernahm die Brauerei und führt sie im Sinne seines Vaters weiter. Unter seiner Regie wurde auch die Alpirsbacher Brauwelt ins Leben gerufen. Die Familienbrauerei Glauner pflegt ihre Braukunst nun bereits in der fünften Generation.

"Emil stopp"

Die Geschichte zum Schild

Im Hof der Alpirsbacher Klosterbräu hängt ein altes Schild mit der Aufschrift "Emil stopp". Es stammt aus der Zeit, als das Bier noch mit Pferdefuhrwerken ausgeliefert wurde. Damals war es üblich, dass der Bierfahrer bei jeder Abladestation ein Glas aufs Haus serviert bekam, "zur Stärkung". 

Damit unser "gestärkter" Bierfahrer Emil sein Fuhrwerk für die nächste Beladung in der Brauerei auch richtig zum Stehen brachte, wurde dieses Schild als kleine Hilfestellung für ihn montiert. Denn wenn er schon zu viel Bier getrunken hatte und es ihm deshalb nicht gelang, genau am Schild anzuhalten, war die Schicht für ihn beendet. 

Bliebe nur die Frage zu klären, ob Emils Pferde irgendwann gelernt hatten, von selbst an dem Schild anzuhalten…